Geschichte

Zur Geschichte des Arbeitskreises Historische Friedensforschung

Als sich die Friedens- und Konfliktforschung 1969 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann verstärkt im öffentlichen Bewusstsein verankerte, führte dies zunächst noch nicht zu einer Koordinierungsstelle auch für historische Friedensforschung. Einen ersten Anfang bedeutete jedoch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in der „Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg“ und entsprechenden historischen Publikationen zum Verhältnis von Kirchen bzw. Sozialismus und Frieden (1969 und 1973).


Seit 1976 wurde Karl Holl, Professor für Zeit- und Parteiengeschichte an der Universität Bremen, zur Anlaufstelle für junge Forscher, die sich mit der Geschichte der bürgerlichen Friedensbewegung im Kaiserreich und in der Weimarer Republik beschäftigen. So traf sich ab 1977 eine „Studiengruppe“ von 21 Mitgliedern in Köln, Hamburg und Bremen und setzte sich das Ziel, die Geschichte des organisierten liberal-demokratischen bürgerlichen Pazifismus sowie die des Antimilitarismus und der gewaltfreien Bewegung zu erforschen und verstreute Quellen hierzu zu sichten. Der Arbeitskreis bot ein Forum zur Diskussion von Forschungsergebnissen aus dem Bereich historischer, politikwissenschaftlicher, soziologischer, anthropologischer und pädagogischer Friedensforschung. Mit einem Sammelband über „Pazifismus in der Weimarer Republik“ (1981) und dem „Hermes Handlexikon zur Friedensbewegung“ (1983) trat er an eine breitere Öffentlichkeit.

 
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